Das richtige Zitieren bildet die Kernanforderung des wissenschaftlichen Arbeitens. Anhand der Zitate wird der aktuelle Stand der Wissenschaft und der Stand der Technik dargestellt sowie die eigene Argumentation untermauert oder auf gegenteilige Positionen verwiesen. In jeder wissenschaftlichen Arbeit wird sich auf Erkenntnisse und Forschungsergebnisse anderer Wissenschaftler des Forschungsgebietes bezogen. Die einschlägige Literatur ist demnach kritisch zu analysieren und in den Kontext der eigenen Arbeit einzuordnen. Dabei sind alle Zitate durch Angabe der jeweiligen bibliografischen Quelle zu belegen.

Unterschieden wird in wörtliche (direkte) oder sinngemäße (indirekte) Zitate. Das Zitat ist stets durch eine bibliographische Beschreibung der Quelle, der es entnommen wurde, zu belegen.
Beim direkten Zitieren werden die relevanten Textpassagen wortgetreu wiedergegeben und das wörtliche Zitat dabei in Anführungsstriche gesetzt, wobei die Literaturquelle nach dem letzten Anführungszeichen angeführt wird.
Wenn durch das direkte Zitat kein eigenständiger Satz gebildet wird, ist dieses in den Fließtext einzubinden.

Wörtliche Zitate werden niemals geändert: Hervorhebungen (z.B. durch eine kursive Schriftart) müssen übernommen werden; Rechtschreibfehler im Originalzitat sind zu kennzeichnen. Englische Zitate werden im Original übernommen.

Es gilt stets jegliche nicht allgemein anerkannten und zum Allgemeinwissen zählenden Aussagen durch Quellenangaben bzw. Literaturquellen zu belegen.

Alle in der wissenschaftlichen Arbeit verwendeten Zitate, also alle Aussagen, Definitionen im Text, welche nicht selbst entwickelt wurden, die aus anderen Literaturquellen stammen, sind als fremdes Material zu kennzeichnen und deren Ursprung in einem Literaturverzeichnis bzw. Quellenverzcichnis wiederzugeben. Dies trifft auch auf Tabellen sowie Abbildungen zu.

Zitate können u. a. auch in den Text eingebaut werden, wenn die Grammatik entsprechend angepasst wird. Hierbei stehen grammatikalisch geänderte Worte in Klammern.

Das wörtliche Zitat hat zusätzlich noch die stilistische Aufgabe eine wichtige Aussage mit der Autorität eines meist bekannten Autors hervorzuheben.

Die Kennzeichnung von Zitaten geschieht durch hochgestellte Anmerkungsziffern mit Quellenangabe in den Fußnoten oder mit in Klammer gesetzten Kurztiteln im Text direkt nach dem Zitat. Die vollständige Quellenangabe bzw. Literaturangabe ist im Literaturverzeichnis auffindbar. Diese Form ist die am weitesten verbreitetste Zitierweise, da hierdurch der Lesefluss so wenig wie möglich gestört wird.

Die zu verwendende Zitierweise bzw. Zitierform, wie bspw. die-APA-Zitierweise oder aber die Harvard-Style-Zitierweise, ist in der Regel in der jeweiligen Prüfungsordnung vorgeschrieben. Hierbei ist stets auf die Einheitlichkeit der Verwendung einer Zitierweise bzw. Zitierform in der gesamten wissenschaftlichen Arbeit zu achten.

Was muss das Literaturverzeichnis beinhalten?

Das Literaturverzeichnis muss alle in der wissenschaftlichen Arbeit verwendeten Materialien beinhalten. Dabei sind alle für die korrekte Identifizierung nötigen bibliographischen Daten anzugeben. Es die Einordnung Ihrer Arbeit in den analysierten Stand der Wissenschaft und Technik macht Ihre eigenen Gedanken und Erkenntnis und somit Ihre eigene wissenschaftliche Beweisführung glaubwürdig und verlässlich.

Bei der Übernahme fremder Erkenntnisse und nicht ausreichender Kennzeichnung dieser spricht man von einem Plagiat. Ein Plagiatsvorwurf wird erhoben wenn bewusst oder unwissentlich gegen die gängige wissenschaftliche Praxis verstoßen wurde. Dies kann weitreichende berufliche als auch private Konsequenzen nach sich ziehen und gar zu einem Entzug des akademischen Titels führen. Hiervor können Sie sich durch eine professionelle Plagiatsprüfung schützen, um unwissentlich falsche Zitate in Ihrer Arbeit zu vermeiden.

Weiterhin sollten Sie darauf achten ausschließlich spezifische, für Ihr Themenbereich relevante Fachliteratur von hoher wissenschaftlicher Qualität zu verwenden. Verzichten Sie auf die Verwendung von unseriösen Quellen, wie bspw. Tageszeitungen oder unseriösen Internetquellen.

Verwendete Zitate sollten stets aus der Primärquelle, d. h. dem Originaltext, entnommen werden und nicht über eine Kette von verschiedenen Quellen rezitiert werden. Dies erleichtert Lesern Ihrer wissenschaftlichen Abschlussarbeit das Auffinden des Ursprungs der jeweiligen These bzw. Aussage.

Sollten Sie aus unveröffentlichten wissenschaftlichen Arbeiten oder Archivdokumenten zitieren, so sind diese als „nicht­veröffentlichte Quellen“ zu kennzeichnen.

Der Wortlaut des Zitats sollte nicht verändert werden. Sollten Sie dennoch eine Änderung oder Einfügung an einem Zitat vornehmen müssen, dann achten Sie darauf, dass diese Zusätze oder Änderungen gekennzeichnet sind. Auslassungen sowie grammatikalische Anpassungen sind mit eckigen Klammern zu kennzeichnen. Auslassungen werden durch drei Punkte […] gekennzeichnet.

Bei sinngemäßen Zitaten wird der Inhalt der Quelle in eigenen Worten wiedergegeben. Hierbei darf es jedoch nicht zu inhaltlichen Falschaussagen kommen und sinngemäße Zitate sind im Konjunktiv der indirekten Rede zu schreiben, damit klar wird, dass Erkenntnisse anderer Wissenschaftler wiedergegeben werden. Sinngemäße Zitate werden nicht in Anführungszeichen gesetzt, sonder durch ein „vgl.“ (vergleiche) und den dazugehörigen Quellenverweis des Literaturverzeichnisses dargestellt.

Hierzu noch ein paar allgemeine Hinweise:

Halten Sie sich stets die Zitierrichtlinien Ihres Institutes.
Notieren Sie sich alle Informationen zu recherchierten Quellen richtig und vollständig und inklusive der Seitenzahlen. Ein nachträgliches Formatieren der Quellen kann sehr viel Zeit in Anspruch nehmen.
Schreiben Sie die Quellenangaben zu den jeweiligen Zitaten umgehend dazu, denn die betreffenden Stellen können leicht vergessen werden und müssen im ungünstigsten Fall nochmals recherchiert werden.

ZITIERBEISPIELE: